Neue Trends
11. Dezember 2020
Unsere Innovationscluster Wagralim und Flanders‘ FOOD waren Teil der Jury, die die Teams und ihre Produkte bewertete. Sie haben bereits 5 Trends bei den von den jungen Teilnehmern entwickelten Produkten festgestellt – Trends, die sich heute auch schon in unseren Lebensmittelunternehmen wiederfinden.
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Der erste Trend ist die Suche nach Lösungen für die steigende Nachfrage nach ausgewogeneren und nachhaltig produzierten Lebensmitteln. „Lebensmittelunternehmen reagieren darauf, indem sie in Innovation investieren, um ein ausgewogeneres Lebensmittelangebot zu schaffen, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen. In den vergangenen Jahren wurde Produkten mit weniger Zucker, Fett und Salz viel Aufmerksamkeit gewidmet, während wir zunehmend auf einen höheren Ballaststoffgehalt setzen, beispielsweise durch Vollkornprodukte. Wir wissen, dass wir auf diese Weise den größten Einfluss auf die öffentliche Gesundheit haben können“, so Bart Buysse, CEO von Fevia.
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Der zweite Trend erfreut sich bereits seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit: Zero Waste. Lebensmittelunternehmen versuchen nicht nur, bei der Produktion möglichst wenig Energie und Wasser zu verbrauchen, sondern investieren auch zunehmend in die Wiederverwendung von Materialien und Rohstoffen innerhalb ihrer Produktionsprozesse. Nebenströme aus der Produktion erhalten immer häufiger ein „zweites Leben“ als Zutaten für neue, innovative Produkte. Diese Produkte tragen dazu bei, Lebensmittelverluste zu reduzieren, und bieten häufig auch ernährungsphysiologische Vorteile.
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Auch die Nachfrage nach alternativen Proteinquellen nimmt weiter zu. „Immer mehr Verbraucher wünschen sich mehr Abwechslung in ihrer Ernährung, und das bietet unseren Lebensmittelunternehmen großes Potenzial. Wir sehen, dass Unternehmen in lokale Produktionsketten mit hoher Wertschöpfung investieren, beispielsweise in Erbsen oder Weizen. Dadurch können sie mit lokalen Zutaten auf aktuelle Verbrauchertrends reagieren“, erklärt François Heroufosse, Geschäftsführer von Wagralim.
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Ein vierter Trend ist das Streben nach mehr Vielfalt: von der Biodiversität auf unseren Feldern bis hin zur Vielfalt auf unseren Tellern. „Neue Nutzpflanzen bieten Landwirten mehr Möglichkeiten zur Diversifizierung und zur Verfolgung ökologischer Ziele. Gleichzeitig sind sich die Verbraucher bewusst, dass eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung gesundheitliche Vorteile bietet. Auffällig ist, dass wir während der Corona-Krise mehr lokale Produkte gekauft haben. Dies eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung vielfältiger lokaler Produktionsketten“, erklärt Inge Arents, Geschäftsführerin von Flanders‘ FOOD. Rund zwei Drittel aller landwirtschaftlichen Rohstoffe, die von belgischen Lebensmittelunternehmen verarbeitet werden, stammen aus heimischer Produktion.
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Der fünfte Trend ist der „On-the-go“-Konsum. Aufgrund der Corona-Krise konsumieren wir wieder mehr zu Hause, zuvor gab es jedoch einen deutlichen Trend dazu, unterwegs mehr zu essen und zu trinken. Wir haben weniger Zeit und suchen nach einem schnellen Snack, stellen gleichzeitig aber auch höhere Ansprüche. Unterwegs wünschen wir uns schmackhafte, ausgewogene und nachhaltig produzierte Lösungen.